DEM 2026 – Ein Rückblick

Wie jedes Jahr waren wir bei den Deutschen Jugend-Einzelmeisterschaften vertreten. Auch dieses Mal war unsere Delegation mit einer großen Anzahl an Jugendlichen dabei – darunter auch ich. In diesem Bericht möchte ich einen Einblick geben, wie die Meisterschaft aus Sicht eines Teilnehmers erlebt wurde.

Nach der Anreise stand zunächst der Aufbau des Spielsaales auf dem Programm. Die Motivation war überraschend groß, und dank neuer Boxen für die Verkabelung der DGT-Bretter konnten wir deutlich effizienter arbeiten als in den vergangenen Jahren. Dadurch waren wir am Abend wesentlich weiter mit dem Aufbau und insgesamt deutlich weniger erschöpft. Da ich bereits im letzten Jahr dabei war, fiel mir der Unterschied besonders auf. Das zusätzliche Maß an Freizeit am folgenden Tag tat allen spürbar gut.

Mit der Anreise der restlichen Delegation war unsere Gruppe schließlich komplett. Die Eröffnungsfeier empfand ich als gelungen und gut strukturiert. Sie vermittelte genau das Gefühl, das eine Eröffnungsfeier vermitteln sollte: Jetzt geht es los!

Die ersten Tage fühlten sich noch länger an als die späteren. Wahrscheinlich lag das daran, dass zunächst alles neu und ungewohnt war. Nach einigen Tagen hatte sich ein fester Tagesablauf eingespielt. Bereits nach den ersten Runden wurde deutlich, dass einige unserer ursprünglichen Vorhaben nicht vollständig umsetzbar waren. Eigentlich hatten wir geplant, jede Partie gemeinsam zu analysieren. In der Praxis konkurrierte dieses Ziel jedoch oft mit den zahlreichen Freizeitangeboten vor Ort. Für die kommenden Jahre möchten wir hier eine bessere Balance finden.

Besonders erfreulich war, dass wir insgesamt so viele Punkte wie noch nie erzielen konnten. Daraus entstand die Idee, künftig sogar die Hälfte aller möglichen Punkte zu holen. Dieses Ziel haben wir nur knapp verpasst: Bei insgesamt 61 erreichten Punkten fehlten am Ende lediglich 6,5 Punkte. Ein weiterer wichtiger Punkt für die Zukunft ist die geplante Unterstützung durch Harald Schneider-Zinner. Seine Teilnahme war in diesem Jahr aus persönlichen Gründen leider nicht möglich, für das kommende Jahr ist er jedoch bereits eingeplant.

Neben dem sportlichen Teil spielte auch die Gemeinschaft eine große Rolle. Ein persönliches Highlight war für mich das Tandemschach am Abend. Nach meinem Eindruck hat es das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Gruppe deutlich gestärkt. Während sich viele in den ersten Tagen noch eher individuell beschäftigten, entstanden im Verlauf der Woche immer mehr gemeinsame Aktivitäten wie Federball, Fußball oder andere Freizeitangebote. Auch Ausflüge zur Sommerrodelbahn oder ins Schwimmbad trugen dazu bei, dass die Gruppe weiter zusammenwuchs. Insgesamt war das Freizeitprogramm abwechslungsreich und gut abgestimmt.

Der Abbau verlief ebenso reibungslos wie der Aufbau. Durch die neuen Abläufe waren wir deutlich schneller fertig und mussten deutlich weniger Zeit unter den Tischen verbringen. Zusätzlich übernahmen wir noch den Abbau der U8-Spielhalle. Auch diese Aufgabe konnten wir erfolgreich bewältigen.

Bei der abschließenden Siegerehrung war ich besonders stolz auf die Leistungen unserer Delegation. Hervorheben möchte ich dabei Peter und Nele, die für ihre starken Ergebnisse ausgezeichnet wurden. Sie zur Bühne begleiten zu dürfen, war für mich eine besondere Ehre. An dieser Stelle nochmals herzlichen Glückwunsch an beide.

Insgesamt war die DEM 2026 für mich eine sehr gelungene Veranstaltung. Im Vergleich zum Vorjahr habe ich einen noch stärkeren Teamgeist erlebt und persönlich viel Freude an der Woche gehabt. Für die Zukunft möchten wir das Schachliche mit intensiveren Analysen und einer noch besseren Vorbereitung weiter stärken. Gleichzeitig wollen wir die positive Teammoral und die vielfältigen Freizeitaktivitäten unbedingt beibehalten.

Ich freue mich bereits auf die nächste DEM und bin gespannt, ob wir die Erfolge dieses Jahres noch übertreffen können.

Niklas Geib